Derzeit gibt es so viele Tracker-Optionen und -Varianten auf dem Markt, mit so vielen verschiedenen Marken und Funktionen, dass jeder, der sich der Welt der Weitwinkel- und Mittelfeld-Astrofotografie nähern möchte, sich sicherlich verwirrt fühlt und unsicher ist, welches Instrument am besten für ihn geeignet ist.
Beginnen wir mit der Definition eines Astrotrackers als jenes Instrument, das es uns ermöglicht, die scheinbare Bewegung des Himmelsgewölbes (in Wirklichkeit bewegt sich die Erde und nicht der Himmel) so zu verfolgen, dass Bewegungsunschärfe oder Sternenspuren (eine reale Technik, die wir bereits in einem anderen Artikel besprochen haben) vermieden werden. Dadurch können wir die Belichtungszeiten verlängern und somit mehr Details des Nachthimmels und ein besseres Signal-Rausch-Verhältnis (das wir in einem anderen Artikel untersuchen werden) im Vergleich zu einer statischen Belichtung auf einem klassischen Stativ erhalten.
Man kann hinsichtlich der Reichweite der Instrumente unterscheiden. Es gibt kleinere, tragbarere Astrotracker, die sich für kleine Geräte wie spiegellose Kameras mit Weitwinkelobjektiv oder – warum nicht? – sogar für Mobiltelefone eignen. Andere, größere und schwerere Modelle bieten Platz für Kameras oder spezielle CMOS-Astronomiekameras mit Teleobjektiven oder kleine Teleskope. Sie ermöglichen zudem die Montage einer Stange mit entsprechendem Gegengewicht, sodass auch mittelgroße Teleskope verwendet werden können. Anhand von Gewicht und Größe der Ausrüstung lässt sich also eine erste Auswahl treffen.
Ein weiteres umstrittenes Merkmal ist das Vorhandensein oder Fehlen einer Motorisierung oder gar einer automatischen GoTo-Funktion. Wie der Name schon sagt, ermöglicht dies die Auswahl eines Himmelsobjekts aus dem entsprechenden Katalog, und mit einem einfachen Klick richtet die Nachführung oder Montierung das Objekt präzise darauf aus und positioniert es in der Mitte des Bildausschnitts oder Okulars – ein großer Komfort! Manche Nachführungen funktionieren rein mechanisch, ohne Elektronik.
Diese Geräte sind in der Regel für kleine Objekte vorgesehen, die relativ kurze Belichtungszeiten ermöglichen. Kameras mit Motoren und Steuerplatinen, die über Desktop- oder mobile Apps gesteuert werden, ermöglichen – je nach Preisklasse – auch Deep-Sky-Aufnahmen, sogar mit Belichtungszeiten von mehreren Minuten.

